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Was ist Sondennahrung?

Die Sondenernährung ist bei Patienten mit einem funktionierenden oder teilweise funktionierenden Gastrointestinaltrakt angezeigt, welche die erforderlichen konventionellen Nahrungsmittel oder Trinknahrung nicht in ausreichender Menge zu sich nehmen können oder wollen bzw. bei welchen eine orale Ernährung kontraindiziert ist (z.B. bei bewusstlosen Patienten oder Patienten mit Schluckstörungen) (Stratton RJ, Elia M, 2007)

Die Sondenernährung ist bei Patienten mit einem funktionierenden oder teilweise funktionierenden Gastrointestinaltrakt angezeigt, welche die erforderlichen konventionellen Nahrungsmittel oder Trinknahrung nicht in ausreichender Menge zu sich nehmen können oder wollen bzw. bei welchen eine orale Ernährung kontraindiziert ist (z. B. bei bewusstlosen Patienten oder Patienten mit Schluckstörungen) (Stratton RJ, Elia M, 2007).

Im EU-Recht (EU-Richtlinie 1999/21/EG) ist Sondenernährung als Anwendung diätetischer Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke definiert.[1]

Die Sondenernährung von Patienten ist bei einer Reihe von Indikationen angezeigt. Wenn auf natürlichem Weg nicht genügend Nahrung aufgenommen werden kann, lässt sich durch Sondennahrung die Aufnahme von Nährstoffen steigern oder gewährleisten. Die Sondenernährung wird beispielsweise bei neurologischer Dysphagie, im Rahmen größerer Tumoroperationen im Kopf-Hals- oder Magen-Darm-Bereich und bei schweren Traumen angewendet.[2,3]
 
Bei der parenteralen Ernährung erfolgt die Verabreichung von Nährstoffen auf intravenösem Weg. Sie ist dann angezeigt, wenn eine enterale Ernährung nicht möglich bzw. kontraindiziert ist – z.B. bei intestinaler Ischämie oder Obstruktion, schwerer Malabsorption oder High-Output-Fisteln.[4] 

Die enterale Ernährung ist nach Ansicht verschiedener Gesellschaften wie der American Society for Parenteral and Enteral Nutrition (ASPEN), der Society of Critical Care Medicine oder des National Collaborating Centre for Acute Care in England der parenteralen Ernährung vorzuziehen. In ihren Leitlinien wird die vorteilhafte Wirkung der enteralen gegenüber der parenteralen Ernährung auf Basis stichhaltiger wissenschaftlicher Literaturreferenzen für die verschiedensten Patientengruppen klar dargelegt. [5,6]

Referenzen

  1. Commission directive 1999/21/EC of 25 March 1999 on dietary foods for special medical purposes.
  2. Arends J et al; ESPEN (European Society for Parenteral and Enteral Nutrition). ESPEN Guidelines on Enteral Nutrition: Non-surgical oncology. Clin Nutr. 2006 Apr;25(2):245-59.
  3. Volkert D et al; ESPEN (European Society for Parenteral and Enteral Nutrition). ESPEN Guidelines on Enteral Nutrition: Geriatrics. Clin Nutr. 2006 Apr;25(2):330-60.
  4. Stroud M et al. Nutrition support for adults oral nutrition support, enteral tube feeding and parenteral nutrition. Methods, evidence & guidance. National Collaborating Centre for Acute Care - UK, 2006 ;-(-):1-176.
  5. McClave SA et al. Guidelines for the Provision and Assessment of Nutrition Support Therapy in the Adult Critically Ill Patient: Society of Critical Care Medicine (SCCM) and American Society for Parenteral and Enteral Nutrition (A.S.P.E.N.). JPEN J Parenter Enteral Nutr, 2009. 33(3): p. 277-316.Cangelosi MJ et al. A clinical and economic evaluation of enteral nutrition. Curr Med Res Opin. 2011 Feb; 27(2):413-22.
  6. Cangelosi MJ et al. A clinical and economic evaluation of enteral nutrition. Curr Med Res Opin. 2011 Feb;27(2):413-22.