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Krebserkrankungen

Krebs ist ein Sammelbegriff für eine große, heterogene Klasse von Erkrankungen, deren Gemeinsamkeit das unkontrollierte und invasive Wachstum von Zellgruppen ist, wobei umliegende Gewebe zerstört werden. Oftmals kommt es zur Metastasierung, wenn die Tumorzellen sich auf andere Körperregionen ausbreiten.[1]

Eine Unterernährung bei pädiatrischen Onkologiepatienten ist häufig mit dem Ort und dem Ausmaß der Erkrankung und den therapiebedingten Komplikationen assoziiert.[2-5] Zur Entwicklung einer Unterernährung bei Tumorpatienten können mehrere Ursachen beitragen – z.B. reduzierte Nahrungsaufnahme, Malabsorption, Stoffwechselstörungen und pathologische Entzündungsantworten.[6]

Studienergebnisse deuten darauf hin, dass unterernährte Kinder mit Tumorerkrankungen im Vergleich zu Kindern mit gutem Ernährungsstatus ein höheres Risiko für die Entwicklung einer chemotherapieassoziierten Toxizität und eine höhere Inzidenz von infektiösen Komplikationen aufweisen und die Chemotherapie weniger gut vertragen.[7-9] Bei erwachsenen Tumorpatienten, die Gewicht verloren hatten, war das Gesamtüberleben kürzer als bei Patienten ohne Gewichtsverlust.[10]

Daher ist das Ziel einer Ernährungstherapie bei Tumorerkrankungen die positive Beeinflussung der Funktionen und des Verlaufs durch:[11]

  • Prävention und Therapie einer Unterernährung,
  • Verstärkung der therapeutischen Antitumorwirkung,
  • Reduzierung der durch die Krebstherapie verursachten Nebenwirkungen,
  • Verbesserung der Lebensqualität.

Gemäß den von der European Society for Parenteral and Enteral Nutrition (ESPEN) herausgegebenen Leitlinien zur Ernährung von Krebspatienten soll die enterale Ernährung in Form von Trinknahrung oder Sondennahrung begonnen werden, wenn bereits eine Unterernährung besteht oder die Nahrungsaufnahme über mehr als 7-10 Tage merklich reduziert ist.[11]

Referenzen

  1. From Wikipedia, the free encyclopedia 2001-07-18.
  2. Novy MA, Saavedra JM. Nutrition therapy for pediatric cancer patients. Top Clin Nutr 1997;12:16-25.
  3. Bechard LJ, Adiv OE, Jaksic T, et al. In: Pizzo P, Poplack DG, eds. Principles and Practice of Pediatric oncology. 4th ed. Lippincott Williams & Wilkins, Philadelphia, PA, 2002:1285-1300.
  4. Reilly JJ, Weir J, McColl JH, et al. Prevalence of protein-energy malnutrition at diagnosis in children with acute lymphoblastic leukemia. J Pediatr Gastroenterol Nutr 1999;29:194-7.
  5. Elhasid R, Laor A, Lischinsky S, et al. Nutritional status of children with solid tumors. Cancer 1999;86:119-25.
  6. Stratton RJ, et al. Disease-related malnutrition: an evidence based approach to treatment. CABI Publishing, Wallingford, 2003.
  7. Mauer AM, Burgess JB, Donaldson SS, et al. Special nutritional needs of children with malignancies: a review. J Parenter Enteral Nutr 1990;14:315-24.
  8. Sala A, Pencharz P, Barr RD. Children, cancer, and nutrition - a dynamic triangle in review. Cancer 2004;100:677-87.
  9. Ladas EJ, Sacks N, Meacham L, et al. A multidisciplinary review of nutrition considerations in the pediatric oncology population: a perspective from children's oncology group. Nutr Clin Pract 2005;20:377-93.
  10. Andreyev HJN, Norman AR, Oates J, et al. Why do patients with weight loss have a worse outcome when undergoing chemotherapy for gastrointestinal malignancies? Eur J Cancer 1998;34:503-9.
  11. Arends J,Bodoky G, Bozzetti F, et al. ESPEN Guidelines on enteral nutrition: non-surgical oncology. Clin Nutr 2006;25:245-59.