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Medizinischer Hintergrund

Infatrini hat sich bei Säuglingen mit Gedeihstörung als gut verträglich erwiesen; es verbessert die Energie- und Nährstoffzufuhr und fördert Gewichtszunahme und Längenwachstum.[1-5]

Evans et al. untersuchten 30 Säuglinge mit Gedeihstörungen über einen Zeitraum von zwei Wochen. In dieser Studie wurde Infatrini von den Kindern bis zum Alter von 12 Monaten gut vertragen, wenn es ab Tag 1 in voller Stärke (Konzentration) gegeben wurde, während bei Säuglingen unter 12 Wochen möglicherweise eine schrittweise Einleitung von Nutzen wäre, um weichen Stuhl zu vermeiden. Alle Säuglinge zeigten ein Aufholwachstum.[1]

In einer Studie von Clarke et al. wurden 49 Säuglinge mit Gedeihstörung randomisiert und erhielten 6 Wochen lang entweder Infatrini oder ein isokalorisches Kontrollpräparat.[2] Männliche Säuglinge, die Infatrini erhielten, nahmen signifikant schneller an Gewicht und Größe zu als die Kontrollgruppe; dies wurde auf den um 42% höheren Proteingehalt und den um 15-40% höheren Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in der Infatrini-Gruppe zurückgeführt. Im Gegensatz zur Kontrollgruppe wies die Infatrini-Gruppe weiterhin eine normale mittlere Blutharnstoff-Konzentration und eine höhere Kalium-Konzentration im Urin auf; auch der Abfall des Längen-Z-Scores war nicht so signifikant wie in der Kontrollgruppe.[2]

Hopkins und Mitarbeiter untersuchten in einem Studienzeitraum von 4-6 Wochen 59 Säuglinge, von denen die meisten an einer kongenitalen Herzkrankheit litten. Bei den Säuglingen, die Infatrini erhielten, war die Proteinaufnahme um 40% höher und es wurde eine signifikante Vergrößerung des mittleren Kopfumfangs gegenüber der Kontrollgruppe festgestellt, welche eine konzentrierte, mit Glukosepolymeren und Fettemulsion angereicherte Säuglingsnahrung erhalten hatte.[3]

In einer neueren doppelblinden, randomisierten, kontrollierten Studie mit 20 kritisch kranken Säuglingen, die van Waardenburg und Kollegen durchführten, wurde die Nährwirkung von Infatrini ab der Hospitalisierung 5 Tage lang mit einer herkömmlichen Säuglingsnahrung verglichen. In dieser Studie bewirkte Infatrini eine höhere und besser angepasste Nährstoffzufuhr, verbesserte das Energie- und Stickstoff-Gleichgewicht und förderte den Proteinanabolismus (gem. Stabilisotopenanalyse). Bei keinem der Säuglinge in den Studiengruppen gab es Hinweise auf eine gastrointestinale Unverträglichkeit.[4,5]
 

Referenzen

  1. Evans S, Twaissi H, Daly A, et al. Should high-energy infant formula be given at full strength from its first day of usage? J Hum Nutr Diet 2006;19:191-7.
  2. Clarke SE, Evans S, Macdonald A, et al. Randomized comparison of a nutrient-dense formula with an energy-supplemented formula for infants with faltering growth. J Hum Nutr Diet 2007;20:329-39.
  3. Hopkins M, data on file.
  4. van Waardenburg DA, de Betue CT, Goudoever JB, et al. Critically ill infants benefit from early administration of protein and energy-enriched formula: a randomized controlled trial. Clin Nutr 2009;28:249-55.
  5. de Betue CT, van Waardenburg DA, Deutz NE, et al. Increased protein-energy intake promotes anabolism in critically ill infants with viral bronchiolitis: a double-blind randomised controlled trial. Arch Dis Child 2011;96:817-22.